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Palliative Pflege und Ich selbst

Palliative Versorgung und Begleitung für Menschen mit und ohne Demenz

Inhalte:

  • Gesellschaftlicher Umgang mit Sterben und Tod
  • Warum gibt es Vergänglichkeit? Nachdenken über die Endlichkeit des Lebens
  • Was heißt Sterbebegleitung im Unterschied zu Sterbehilfe
  • Die Bedürfnisse sterbender Menschen
  • Die Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross – Empfehlungen für die Begleitung
  • Gesprächsführung und Kommunikation mit Schwerstkranken (verbal – paraverbal – nonverbal)
  • Besonderheiten in der Begleitung sterbender Menschen mit Demenz
  • Was bedeutet es, unter einer dementiellen Erkrankung zu leiden? – Symptome und Ressourcen
  • Schwerpunkte in der Pflege sterbender Menschen mit Demenz: Palliative Pflege – Validation – Biografische Pflege
  • Begleitung von demenzerkrankten Menschen in den unterschiedlichen Stadien der Erkrankung. – Wie kommuniziere ich mit ihnen
  • Umgangsprinzipien und grundsätzliche Aspekte in der Begleitung von Menschen mit Demenz, ihre Wünsche und Bedürfnisse
  • Finalpflege: Welche körperlichen Beschwerden können beim Sterbenden auftreten und wie sollte man damit umgehen
  • Abschiednehmen in Würde. Vom Sinn der Rituale

Ziele:

  • Die TeilnehmerInnen bekommen Informationen über Arbeitsweisen und Methoden der palliativen Begleitung und erhöhen damit ihre Handlungskompetenzen
  • Die TeilnehmerInnen reflektieren Ihren eigenen Zugang zur Thematik

Methoden:

  • Vortrag mit Gruppenarbeiten und praktischen Beispielen

Vortragende

 

Dr. Wolfgang Kramer

Dr. Wolfgang Kramer ist Philosoph, Soziologe und Geronto-Sozialtherapeut.

Eine der größten Belastungen in der Altenarbeit ist die häufige Begegnung mit Sterben und Tod. Dabei stoßen wir oft an die Grenzen unserer eigenen Handlungsmöglichkeiten. Eigene Betroffenheit, Unsicherheiten, manchmal auch Unwissenheit machen es uns schwer, dem Sterbenden in seiner besonderen Lebenslage gerecht zu werden. Dies gilt in besonderer Weise in der Sterbebegleitung von demenzerkrankten alten Menschen. Es ist davon auszugehen, dass der sterbende demenzerkrankte Mensch seine Situation intuitiv erfasst. Dies kann einhergehen mit Angst, die sich in aggressivem Verhalten, in Unruhe und einem erhöhten Muskeltonus zeigt. Ein häufig zu beobachtendes Phänomen ist die geistige Klarheit eigentlich demenzerkrankter Menschen kurz vor dem Tod. Bei einer dementiellen Erkrankung leiden zuerst das Gedächtnis und später weitere kognitive Fähigkeiten. Seele und Gefühle jedoch bleiben erhalten. Der demenzerkrankte sterbende Mensch ist nicht fähig, seine Biografie aufzuarbeiten und eine Bewertung seines Lebens vorzunehmen. Eben sowenig ist er in der Lage, sein Schulderleben und die versäumten Augenblicke in seinem Leben zu erfassen. In der Sterbebegleitung mit dementiell Erkrankten muss deshalb die Kommunikation mehr auf der emotionalen als auf der verbalen Ebene stattfinden. Neben der Palliativpflege und Biografiearbeit sind deshalb eine validierende Gesprächsführung und Elemente aus der Basalen Stimulation von besonderer Bedeutung. Die Fortbildungsveranstaltung thematisiert sowohl die Begleitung von orientierten Sterbenden, als auch die Sterbebegleitung von Menschen mit Demenz. Kurskategorie: Demenz Palliativ Pflege
Berufsgruppe(n): ÄrztInnen, Diplomiertes Pflegepersonal, HeimhelferInnen, Interessierte, PflegeassistentInnen, PflegefachassistentInnen, SozialbetreuerInnen

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